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PLANET ALPHA Review

Autor Bewertung:
5/5,
  1. StressPustel
    Grafik:
    5/5,
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    Narratives Storytelling – oder: Wer bin ich?
    Der Beginn unserer Reise ist unvermittelt. So erwachen wir in einer unwirklich erscheinenden Felslandschaft. Müde und erschöpft schleppen wir uns voran. Wer sind wir und wohin führt unser Weg? Fragen, deren Antwort PLANET ALPHA nur widerwillig preisgibt. Wir begegnen keinen Aufzeichnungen, keinen NPCs. Unsere Reise ist einsam in einer Welt voller fremdartiger Lebewesen. Fremd wie wir selbst, denn auch wir sind ein Alien. Ausgestattet mit einem Raumanzug, wissen wir nicht, ob es der Beginn oder das Ende unserer Reise ist.
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    Wieder stellt sich die Frage: Wer sind wir?
    Doch unsere Gedanken verschwimmen mit der wunderschönen Landschaft. Ich habe keine Worte, um die Bildgewalt dieses Spieles zu schreiben. Vom ersten Augenblick an hat PLANET ALPHA mir die Sprache verschlagen – etwas, das nur wenige Spiele bisher geschafft haben.
    Atmosphärisch ist PLANET ALPHA ein Meisterwerk. Der Planet besitzt einen Tag- und Nachtzyklus, den wir im Laufe des Spieles frei beeinflussen können. Der Wandel von Licht und Schatten sowie das Zusammenspiel der Farben ist fantastisch. Jedes Biom brilliert mit einer eigenen Flora und Fauna. Grellgrüne Blätter wechseln sich mit leuchtenden Farnen ab, der Wind umspielt sanft unseren Raumanzug und der Gesang von riesigen, fliegenden Walen lässt die Erde erzittern. Jede Sekunde in PLANET ALPHA ist ein Erlebnis, das einmalig scheint. Musik, Geräusche und die wunderschöne, manchmal jedoch leicht verschwommene, Grafik lassen eine Kulisse entstehen, die so dicht ist, dass man nach ihr greifen möchte.
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    Ein bisschen Stealth, ein bisschen Rätsel, ganz viel Abenteuer
    Doch der Schein trügt, und so können wir die Schönheit des fremdartigen Planeten nur kurz genießen. Eine Armada von Robotern landen auf der Oberfläche und läuten den eigentlichen Beginn des Spieles ein. Und unser Ziel: Überleben.

    PLANET ALPHA ist ein Plattformer mit Rätseln und Versteck-Passagen. Die Schiebe- und Kombinationsrätseln sich jedoch einfacher Art, so müssen wir lediglich einen oder zwei Steine bewegen, um einen höher gelegenen Absatz zu erreichen. Im gesamten Spielverlauf gab es nur eine Passage, die tatsächlich mit etwas mehr Knobbelei verbunden war. Auch wenn die Rätsel rar gesät sind, sind sie abwechslungsreich und vielseitig. So müssen wir beispielsweise gasgefüllte quallenartige Wesen zum Explodieren bringen, in dem wir einen Baumstamm mit einer kugelspuckenden Knospe an die richtige Stelle bugsieren.
    Das ist ein Aspekt, der mir besonders gefallen hat: PLANET ALPHA lockt ständig mit Neuem. Auch nach mehreren Stunden entdeckt man Dinge, die man zuvor nicht gesehen hat. Wir fallen von den Wipfeln bis in den lavaartigen Kern, finden einen Weg hinaus und stürzen dann zurück in die Tiefen einer fremdartigen Fabrik. Plötzlich tauchen neue monströse Kreaturen auf, die uns das Leben schwer machen – oder es sogar retten. PLANET ALPHA steckt voller Überraschungen.
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    Täglich grüßt der Nemesis
    Bis wir das Ende erreichen, ist es ein langer Weg, der von Herausforderungen geprägt ist. Die Roboter-Scharr führt nichts Gutes im Schilde, so entbrennt um uns herum auch der Kampf Natur gegen Technik. Wir scheinen kein Teil davon zu sein, wir sind mehr ein Beobachter der Geschehnisse.

    So wie Tag und Nacht, Licht und Schatten, steht uns in Gestalt eines riesigen Roboters ein Gegenspieler gegenüber. Ein Boss, der es in sich hat und der sich nicht so einfach abschütteln lässt! Die Begegnungen sind herausfordernd und manchmal auch frustrierend. Alle Gegner im Spiel sind fehlerfrei, zwar macht das einen gewissen Reiz aus, es kann jedoch auch in regelrechte Wut umschlagen, wenn wir zielsicher auf ein paar Meter von Geschossen oder Laserstrahlen getroffen werden. Hier bleibt der Spielspaß auf der Strecke.
    Je weiter wir voranschreiten, desto mehr häufen sich die kleinen Frustmomente. Auch wenn PLANET ALPHA bis zur letzten Sekunde spannend bleibt, zerrt die Aufregung manchmal regelrecht an den Nerven. Die Schwierigkeit nimmt rasant zu, um wenige Augenblicke später wieder abzuflachen. Hier bekommt man manchmal das Gefühl, dass das Balancing nicht ganz ausgewogen ist.

    Das Spiel besteht aus zehn Kapiteln. In meinem Test konnte ich PLANET ALPHA nach etwa sechs Stunden beenden, je nach Erfahrung liegt die zu erwartende Spielzeit zwischen fünf bis acht Stunden. Stunden, die wir in ein wunderbares Spiel investieren, auch wenn am Ende nicht alle Fragen geklärt werden. Hier fühlt es sich etwas kurz an, gern hätten wir noch mehr erlebt, um tiefer in die Welt einzutauchen. Das erfolglose Suchen nach Antworten und eine Story, die sich nicht entfaltet, ist die Achillesferse von PLANET ALPHA. Das einzige Wermutstropfen eines sonst grandiosen Spieles.
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    Fazit:
    PLANET ALPHA ist ein wunderbares Erlebnis, das uns auf die Reise durch eine fremdartige Welt entführt. Mit typischen Jump ’n’ Run-Elementen lockt uns der Plattformer in immer neue Abenteuer - und auch in den Tod. Das Spiel ist kein Spaziergang, versteht sich jedoch sehr gut darauf, den Spagat zwischen Herausforderung und Spielspaß zu bestehen. Frustmomente gibt es dennoch, die manchmal ganz schön an den Nerven zerren.
    Mit fünf bis acht Stunden ist das Abenteuer recht kurz, aber es ist ein atmosphärischer Ausflug, den wir so schnell nicht vergessen werden. PLANET ALPHA ist eines der bild- und stimmungsgewaltigsten Spiele, ich je spielen dürfte. Ein Indie-Hit, der in jede Plattformer-Sammlung gehört.

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    Über den Autor

    StressPustel
    Als Spieler von verschiedenen Spielen auf verschiedenen Plattformen, macht es Spaß zu sehen, wie sich die Spiele entwickeln.
    Gaming ist meine Leidenschaft.

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