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Immortal: Unchained Review

Autor Bewertung:
4/5,
  1. StressPustel
    Grafik:
    4/5,
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    Entwickler Toadman Interactive überrascht aktuell im September mit einem etwas gewagten Projekt. Immortal: Unchained präsentiert sich als das wohl aktuell einzige Beispiel wie ein Shooter mit Soulslike Mechaniken aussehen könnte. Ob das Experiment dem Team bestehend aus teilweise Warhammer: Vermintide und Dead Island 2 Veteranen geglückt ist, könnt ihr wie immer bei uns im Test nachlesen.
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    Soulslike wie es im imaginären Buche steht
    Immortal: Unchained bietet so ziemlich alles was man von einem Soulslike Game erwarten würde: Seelen (Bits) müssen nach dem versagen im nächsten Versuch zurückgeholt werden, Checkpoints (Bonfire) agieren als Möglichkeit seine Bits auszugeben um das Inventar und die eigenen Fertigkeiten aufzuwerten und natürlich kommt das Spiel mit einer ordentlich Portion an Herausforderung daher. Versuche dieses Prinzip vor allem als relativ kleines/junges Studio umzusetzen gab es bereits genug. Von den hochwertigeren Beispielen wie NioH oder auch Salt and Sanctuary bis hin zu furchtbaren Ergebnissen wie The Surge oder Lords of the Fallen ist so ziemlich alles vertreten. Was dieses Projekt so besonders macht ist die Tatsache, dass ihr mit Schusswaffen ausgestattet werdet und Nahkampf hier eher in den Hintergrund gerückt wird. Ihr könnt zwar weiterhin mit einer Schrotflinte den direkten Körperkontakt mit euren Gegnern suchen, aber die meisten Kämpfe spielen sich in mittlerer bis weiter Distanz ab. Wenn man die Story und den Welten-Aufbau genauer unter die Lupe nimmt bleiben die Gameplay Feinheiten das Feature was den Titel etwas von den restlichen Genre Vertretern abhebt. Nach dem klassischen Erstellen des Charakters inklusive Klassen-Wahl startet ihr in einem Kerker angekettet und euch wird nach eurem Ausbruch mitgeteilt, dass ihr gebraucht werdet um die Welt zu retten. Amnesie ist in der Soulslike-Welt sehr verbreitet also weiß euer Charakter natürlich nicht mehr wer er ist und was er bisher verbrochen hat. Informationen über die Welt selbst werden euch verteilt durch versteckte Gegenstände und kryptische NPC Aussagen vermittelt. Die einzelnen Zwischensequenzen sind sehr gelungen gezeichnet aber die Text-Formate hätten etwas mehr Zuneigung verdient. Die 0815 Schriftart nimmt den Informationen etwas an Charakter und Tiefe. Die Spielzeit beträgt inklusive einiger optionaler Bosse zwischen 12-15 Stunden.
    Durch die Shooter Aspekte wurden auch die einzelnen Level etwas verlängert aufgebaut, was die Laufwege in Immortal: Unchained doch etwas verlängert und damit viele Levelabschnitte recht mühsam gestalten. Bis zur Mitte des Spiels ist auch keinerlei Möglichkeit zum Schnellreisen verfügbar, was ständiges backtracking erfordern (Neben den vermehrten sterben). Der futuristische Stil des Spiels ist an vielen Stellen sehr gelungen und auch in manchen optionalen Boss-Gebieten gekonnt eingesetzt um eine zusätzliche Herausforderung ins Spiel zu bringen.
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    Zielmechaniken aus der Hölle
    Ein Problem mit dem so ziemlich jeder Soulslike-Titel als auch Dark Souls selbst kämpft ist das anvisieren und wechseln zwischen mehreren Zielen. Wo Immortal: Unchained noch sehr gut mit einzelnen Gegnern zurechtkommt, wird es bei mehreren Zielen auf einmal zu einem Horrortrip. Wenn man zu nah an einem Gegner steht kann gerne mal das Bild flimmern bzw. die Framerate etwas eingehen und die Autoziel-Funktion wechselt gerne Mal selbständig mitten im Gefecht auf einen anderen Gegner, was in vielen Boss Kämpfen unnötig Frust erzeugt. Durch das eigentlich überraschend gelungene balancing durch Munitionsknappheit und einer langsamen Zielführung fühlt man sich weniger als erwartet übermächtig durch den Vorteil des Gegners auf Distanz halten. Munition ist bis zum letzten Drittel des Spiels ein rares Gut und muss ständig im Auge behalten werden. In Kombination mit dem ausnutzen der Schwachstellen der einzelnen Gegner hat das Team von Toadman Interactive eine interessante Version der üblichen Dark Souls-Bedrängnis geschaffen. Durch fehlende Elemente wie einen manuellen Rüstungsaufbau und das generell fehlende verwalten der eigenen Rüstung würde Immortal: Unchained eher in Richtung Bloodborne ausfallen. Man wird in unzähligen Kämpfen dazu gezwungen in die Offensive zu gehen und gerade den Bossen möglichst viel Schaden zuzufügen um den Kampf für sich zu entscheiden. Zusätzliche Schadensreduktionen lassen sich nur einmalig per Item ergänzen oder über verteilte Upgrade-Stationen die euch beispielsweise sofort eine Schadensreduktion von 20% liefern.
    Auch technisch mussten wir mit vereinzelten Framerate-Einbrüchen und Abstürzen kämpfen, aber der Titel rennt generell wirklich überraschend stabil. Auch bei 4-8 Gegnern am Bildschirm bleibt die Framerate (meistens) konstant und bis auf das furchtbare anvisieren sind solche Kämpfe für Souls Veteranen auch meistens machbar. Generell sollte man sich hier nicht vom Schwierigkeitsgrad abschrecken lassen. Optionale Bosse sind wie in Dark Souls eher für die Hardcore Fans gedacht und alle Story Bosse lassen sich relativ leicht bezwingen und bieten im Gegensatz zu üblichen Soulslike Spielen sehr reduzierte Bewegungsabläufe. Ein einmaliges ausweichen und in den Rücken schießen reicht für einen sehr großen Teil aller Gegner aus. Selbst Bosse wechseln bis auf wenige Ausnahmen nur zwischen 1-2 Angriffen. Dafür reicht in den meisten Fällen auch 1-2 Treffer um euch auszuschalten. Die Balance bleibt gesamt gesehen sehr gelungen und Immortal: Unchained überrascht in vielen Bereichen für eine neue IP und ein relatives „neues“ Entwickler Studio. Vom technischen Standpunkt und den Mechaniken liegt man hier zum Glück Welten vor den eher schwächeren Soulslike Ablegern die die letzten Jahre veröffentlicht wurden.
    Auch in Sachen Stimmung und Sound liefert der Titel eine solide Leistung ab, die aber noch sehr weit von den Genre Giganten entfernt ist. Einzelne Tracks erinnern auch leicht an Star Wars und andere bekanntere Sci-Fi Themes aber das meiste an musikalischer Untermalung beschränkt sich eher auf leise Flöten Solos oder ruhige Orchester-Einlagen. Generell hat der Titel definitiv viel Potenzial und wir würden wirklich gerne einen Nachfolger mit einem höheren Budget dahinter sehen. Eine gute Basis hat Immortal: Unchained auf jeden Fall legen können und mit etwas mehr an Feinschliff an manchen Mechaniken und der Spielwelt könnte sich hier eine ganze Serie im hart umkämpften Action-RPG Markt etablieren.
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    Fazit
    Immortal: Unchained ist ein mutiges Experiment was sich definitiv ausgezahlt hat. Bis auf verteilte technische Schnitzer und einer etwas unpräzisen Gegner Tracking-Mechanik bekommt man hier einen soliden Mix aus den üblichen Souslike Mechaniken kombiniert mit einem eingeschränkten Third-Person-Shooter. Die Tiefe und Faszination eines Dark Souls wird zwar selten erreicht, aber der Titel hat definitiv Potenzial um eine besondere Nische im Action-RPG Bereich zu füllen.

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    Über den Autor

    StressPustel
    Als Spieler von verschiedenen Spielen auf verschiedenen Plattformen, macht es Spaß zu sehen, wie sich die Spiele entwickeln.
    Gaming ist meine Leidenschaft.

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