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Wasteland 2: Directors Cut Review

Autor Bewertung:
4.25/5,
  1. StressPustel
    Grafik:
    4/5,
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    Nicht mehr viele erinnern sich an die ersten beiden Teile von Fallout. Denn diese haben wir Entwickler inXile und Chef Brian Fargo zu verdanken. Denn ohne das erste Wasteland, wären die ersten beiden Fallout-Teile wohl nicht in der Art erschienen, wie sie es letztendlich sind. Nun, rund 26 Jahre später, erscheint dank einer erfolgreichen Kickstarter Kampagne der Nachfolger von Wasteland. Ob das klassische Rollenspiel den hohen Erwartungen der Fans gerecht wird, erfahrt ihr in unserem Review zu Wasteland 2.
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    Leben und Sterben in der Ödnis
    Ein verheerender nuklearer Weltkrieg hat die Erde im Jahre 2012 nahezu komplett zerstört. Der Rest der Menschheit, der diesen Krieg überlebt hat, muss sich nun jeden Tag dem Kampf ums Überleben stellen. Die Geschichte von Wasteland 2 spielt im Ödland von Arizona, wo radioaktiver Niederschlag und Krankheiten zum Alltag gehören und das Leben der Menschen erschweren. Doch nicht nur die natürlichen Gefahren erschweren das Überleben. Nein auch mutierte Kreaturen, Plünderer und gefährliche Clans sind den Menschen nicht gerade friedlich gesinnt. Als einer der Desert Ranger ist es unsere Aufgabe die Überreste der Zivilisation am Leben zu erhalten. Dabei übernehmen wie eine Gruppe aus vier Rangern, die man zu Beginn selbst erstellen kann. Dazu aber später mehr. Zu Beginn der Geschichte erhalten wir von unserem Vorgesetzten General Vargas im Hauptquartier unseren ersten Auftrag. Scheinbar sind die Ranger ins Fadenkreuz eines bisher unbekannten Feindes geraten. Ein Ranger wurde bereits von einem fortschrittlichen Roboter ermordet. So reisen wir auf einer Weltkarte durchs postapokalyptische Arizona und suchen nach dem unbekannten Feind. Bis jedoch die Story an Fahrt gewinnt, dauert es allerdings eine Weile. Dies geht aber bei einer Länge von 60 – 80 Stunden vollkommen in Ordnung. Als Ranger in der harten Welt müssen wir stets schwierige Entscheidungen treffen. Beispielsweise erhält man zu Beginn zwei Hilferufe. Zum einen wird unsere Handelspartnerstadt Highpool von Banditen belagert, zum Anderen wüten in einem Agrarforschungszentrum mutierte Pflanzen. Die Qual der Wahl. Wir ziehen zuerst nach Highpool und erledigen die Banditen und um danach im Forschungszentrum einzumarschieren. Doch so einfach ist es in Wasteland 2 nicht. Denn nachdem wir die Stadt befreit haben und ins Forschungszentrum gereist sind, ist dieses komplett verwüstet. Wäre man zuerst dorthin gereist, hätte man die Forscher retten können. Zudem bietet jede Quest mehrere Lösungswege. Bekommen wir es beispielsweise wieder mit Banditen die eine Stadt terrorisieren zu tun, können wir diese über den Haufen ballern oder einen Friedensvertrag aushandeln. Je nachdem wie man sich entscheidet, hat es auch wieder entscheidende Auswirkungen. Ist ein kurzer blutiger Krieg nicht besser als weiter mit diesen zu leben, auf die Gefahr hin, dass diese den Friedensvertrag brechen? Wie es für die Stadt weiter geht, ist eure Entscheidung. Wasteland 2 überrascht dabei mit den Konsequenzen der Entscheidungen, mit denen man zum Teil gar nicht rechnen kann, aber stets nachvollziehbar sind.
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    Ein Spiel von Rollenspielverteranen für Rollenspielveteranen
    Aus Gameplay Sicht bietet Wasteland 2 hervorragendes “Old Shool” Feeling. Dies fängt schon bei der Charaktererstellung an. Wie in jedem ordentlichen Rollenspiel haben wir dabei extrem viele Möglichkeiten. Der Editor lässt einem dabei wie in Fallout freie Hand beim Gestalten der Charaktere. Alternativ lassen sich die Charaktere aus vorgefertigten Modellen auswählen. Hat man das Aussehen der Rangers bestimmt, lassen sich die Skillpunkte verteilen. Dabei kann man die Punkte auf Faktoren wie Charisma, Geschicklichkeit, Glück und Intelligenz verteilen. Zusätzlich lassen sich spezielle Eigenschaften wie Computerfähigkeit, Dialoggeschick etc. zuweisen. Mit jedem höheren Level lassen sich weitere Fähigkeiten freischalten. Am Ende, mit höherem Level, lassen sich bis zu 30 Extraeigenschaften für jeden Ranger zuweisen. Im Laufe der Geschichte wächst die Gruppe weiter an. Je nachdem welche Entscheidungen man trifft, können sich der Gruppe bis zu drei weitere Charaktere anschließen. In Highpool wartet beispielsweise die Scharfschützin Vulture’s Cry und im Agrarzentrum die Ärztin Rose. Je nachdem welchen Bereich wir zuerst retten schließt sich der entsprechende Charakter an, wobei der andere stirbt. Da jeder Charakter unterschiedliche Fähigkeiten besitzt, bieten diese auch im Kampf unterschiedliche Möglichkeiten. So kann man beispielsweise mit einem technikaffinen Charakter einen verlassenen Kran hacken und so Gegenstände aus dem Weg schaffen, wodurch eine Abkürzung geschaffen wird. Die Kämpfe spielen sich sehr taktisch. Kommt es zu Auseinandersetzungen, schaltet das Spiel in den Rundenmodus. In diesem besitzen die Charaktere Bewegungspunkte, mit denen sie agieren können und die für jede Aktion verbraucht werden. Ein Sieg hängt dabei von verschiedenen Faktoren wie Position, Werte oder Fähigkeiten ab. So ist ein Scharfschütze von einer erhöhten Position deutlich effizienter als vom Boden aus. Zusätzlich muss man die Begebenheiten der Umgebung einbeziehen. Zudem bietet jede Waffengattung eigene Vor- und Nachteile, die man bedenken sollte. Energiewaffen sind beispielsweise besonders erfolgreich gegen gepanzerte Gegner wie Roboter. Beim Kampf kommt es auch auf die Haltung der Charaktere an, ein Soldat, der den Gegner unter Beschuss nimmt, hat eine höhere Chance zu treffen, wenn er in die Hocke geht. Insgesamt sind die Kämpfe sehr anspruchsvoll, was zum einen an der taktischen Ausrichtung als auch an der ständigen Knappheit von Munition und Heilmitteln liegt. Da jeder Charakter sein eigenes Inventar besitzt, ist viel Mikromanagment gefragt. So investiert man viel Zeit in das ständige Herumschieben und verteilen von Munition und Medipacks. Ein gemeinschaftliches Inventar wäre hierbei besser gewesen.
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    Es kommt auf die inneren Werte drauf an!
    Für eine passende Stimmung sorgen die gut geschriebenen Dialoge, ein atmosphärischer Soundtrack und die stimmigen Charaktere sowie die Gebiete. Zusätzlich trieft das Spiel nur so von pechschwarzem Humor, was stets für einige Schmunzler sorgt. Jedoch sind die Dialoge der Charaktere nicht vertont. Alle Gespräche werden durch Texteinblendungen erzählt. Dabei fällt vor allem die schlechte deutsche Übersetzung negativ auf. Stets stolpert man über Rechtschreibfehler oder wörtlich übersetzte englische Redewendungen. Wer dem Englischen mächtig ist, sollte daher das Spiel auf Englisch stellen. Die auf den ersten Blick altbackene Grafik des Spiels unterstreicht das Old-Shool Gefühl hervorragend. Zudem achtet man durch die spannenden Kämpfe, die packende Atmosphäre und das klassische Fallout-Flair und eher weniger auf die Grafik. Auch in Anbetracht des Umfangs mit einer Spieldauer von 60-80 Stunden und dem Skillsystem kann man die Optik des Spiels verkraften.
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    Konsolenpotierung
    Mit dem Directors Cut kommen nun auch Xbox One, Playstation 4 und Nintendo Switch Besitzer in den Genuss des Rollenspiels. Durch die umfangreichen Fähigkeiten, dem komplexen Kampfsystem und dem Inventar-Managment kann dieses nämlich sehr umständlich sein. Doch Entwickler inXile hat sich viel Mühe gegeben, die unzähligen Möglichkeiten passend aufs Pad zu bringen. Zwar braucht es einige Zeit an Eingewöhnung, aber nach ein paar Stunden hat man die Steuerung verinnerlicht. In Echtzeitsteuerung steuert man seine Gruppe mit dem linken Analogstick, mit dem rechten, steuert man dabei die Kamera oder zoomt mit dieser weiter ran oder heraus. Andere Interaktionsmöglichkeiten werden an dem Bildschirmrand angezeigt. Mit den Schultertasten wechselt man die Charaktere. Im Kampfmodus hingegen steuert man die Charaktere nicht mehr selbstständig. Es wird lediglich ein Raster angezeigt, über dem man den Cursor bewegen und seine Charaktere befehligen kann. Des Weiteren gibt es zwei Radialmenüs, die man mit den Triggern einblenden kann. Das rechte Menü beinhaltet Kampfaktionen wie Angriff, Nachladen, Waffenwechsel etc. Das linke umfasst die Fähigkeiten wie Heilung, Schlösser knacken etc. Da Wasteland 2 durch die rundenbasierten Kämpfe ein eher ruhiges Spiel ist, kommt man mit der Steuerung gut zurecht.
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    Fazit:
    Wasteland 2: Director’s Cut ist das Beste, was man als Freund klassischer Rollenspiele für Konsole bekommen kann. Neumodischere Spielweisen wie Dragon Age: Inquisition oder Skyrim spielen in einer anderen Liga und wer mit diesen RPG-Systemen groß geworden ist, der sollte fast schon einen Bogen um Wasteland 2 machen. Denn Action im Sekundentakt und wuchtige Effekthascherei gibt es hier einfach nicht. Statt dessen trumpft Wasteland 2 im Director’s Cut mit einer vielschichtigen Story, interessanten Charakteren und vielen Spielereien in puncto Party-Zusammensetzung und Inventar-Management auf. Die Portierung des alter RPG-Mechanismen auf moderne Konsolensysteme ist geglückt, das ist die wichtige Quintessenz. Kauft euch dieses kleine Gem, denn viele davon werden wir nicht mehr zu Gesicht bekommen.

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    Über den Autor

    StressPustel
    Als Spieler von verschiedenen Spielen auf verschiedenen Plattformen, macht es Spaß zu sehen, wie sich die Spiele entwickeln.
    Gaming ist meine Leidenschaft.

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