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Zarvot Review

Schlagworte:
Autor Bewertung:
4.75/5,
  1. StressPustel
    Grafik:
    4/5,
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    Wenn man einen Weg finden wollte, Zarvot in wenigen Worten zu beschreiben, dann wäre es, dass euch das Spiel ständig in neuer Art und Weise überraschen kann. Der Story-Modus in Zarvot ist ein wahrer Leckerbissen, was ich am Anfang in keinster Weise erwartet habe. Unser Protagonist ist ein kleiner blauer Würfel, auch bekannt als Charcoal. Zu Beginn des Spiels versucht ihr gemeinsam mit eurem Freund, dem gelben Würfel namens Mustard, das perfekte Geburtstagsgeschenk für euren Freund Red zu finden. Im Story-Modus gibt es zwölf Kapitel, die jeweils etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten dauern. Die Geschichte spielt in einer Welt, die sehr menschlich erscheint, was nicht nur die kleinen anthropomorphen Würfel betrifft, sondern auch die Gegenstände, die ihr auf eurem Weg findet. Was die Gegenstände und die Umgebung angeht, habe mich teilweise an Pikmin erinnert gefühlt, wo ihr in einer bunten Welt mit fotorealistischen Objekten interagieren müsst. In Zarvot sind solche Objekte allerdings alles andere als leblos und können euch durchaus auch gefährlich werden, etwa dann, wenn euch zum Beispiel eine Banane unerwarteterweise als Boss entgegentritt. Ihr habt richtig gehört, in diesem Spiel wurde jedem erdenklichen Objekt buchstäblich Leben eingehaucht. Natürlich stellen sich euch bei der Suche nach dem Geschenk einige Hindernisse in den Weg, es geht aber letztlich weniger um das Geschenk selbst, als um den Zusammenhalt der Charaktere und all die schrägen Dinge, die sie während der Reise zusammen erleben. Der Weg ist das Ziel.
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    Der blaue Würfel Charcoal verfügt über einen aufladbaren Laser, einen Doppelsprung, ein furioses Ausweichmanöver und zusätzlich über ein paar spezielle Fähigkeiten wie zum Beispiel eine Art kreisförmige Stampfattacke mit unterschiedlichem Angriffsradius. Diese Fähigkeiten lassen ein erstaunlich abwechslungsreiches und von Taktik geprägtes Kampfsystem zu, das man je nach Präferenz auf Nahkampf oder Fernkampf abstimmen kann. Nach kurzer Zeit erhaltet ihr sogar die Kombo-abhängige Mampf-Fähigkeit, mit der ihr eure Gegner quasi verschlingen könnt und dadurch Gesundheit zurückerhaltet. All diese Fähigkeiten werdet ihr auch brauchen, denn in den Levels erwarten euch allerlei eckige und stachelige Gegner.
    Beim Durchqueren der linearen Level erwarten euch diese Gegner meist in einer Art Arena, aus der ihr nur rauskommt, wenn ihr die Angriffe übersteht, die jeweils in Wellen auf euch warten. An einer Leiste, die mit einer Prozentzahl versehen ist, könnt ihr sehen, wie viele Gegner euch pro Arena noch bevorstehen, bevor der Wellenangriff vorbei ist. Das alles erinnert ein wenig an Beat 'em ups der alten Schule, in denen ihr nur weiterkommen konntet, wenn ihr euch auf einem Bildschirm aller Schlägertypen entledigt habt. Am Ende jedes Kampfes wird eure Gesundheit automatisch wiederhergestellt, solltet ihr nach ein paar Treffern einmal K.O. gehen, werdet ihr einfach wieder vor der jeweiligen Arena abgesetzt. Glücklicherweise verzeiht das Spiel einem Fehler und animiert dazu, es einfach direkt nochmal zu versuchen.
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    Von Kapitel zu Kapitel stellen sich euch stets neue Gegnertypen in den Weg und stellen eine zunehmend größere Herausforderung dar. Die Kämpfe werden aufgelockert von den Story-Abschnitten, in denen ihr die oft sehr humorvollen Gespräche zwischen den drei bereits erwähnten Hauptcharakteren Charcoal, Mustard und Red verfolgt. Die Drei haben jeweils eine ausgeprägte Persönlichkeit, die euch über den Verlauf des Spiels mehr berührt, als ihr vielleicht erwarten würdet. Snowhydra Games hat hier einen tollen Job gemacht, den Charakteren die nötige Tiefe zu geben. Viele der insgesamt 12 Kapitel enden mit einem Bosskampf, bei dem typischerweise ein reales Objekt zum Leben erweckt wird und euch zu zerstören versucht. Diese Kämpfe begeistern mit Witz und Herausforderung und sie alle erfordern eine eigene Strategie, um siegreich aus dem Kampf hervorgehen zu können. Zudem sind sie clever in das Spiel eingebunden, indem sie sich in den Verlauf der Story einfügen.
    Was die Grundmechaniken von Zarvot angeht, bietet der lokale Multiplayer-Modus im Prinzip ein ähnliches Erlebnis wie der Einzelspieler-Modus. Allerdings tretet ihr hier mit bis zu drei weiteren Freunden in einer Vielzahl verschiedener Spielmodi gegeneinander an und könnt auch aus zwölf verschiedenen Maps wählen. Eine besondere Empfehlung ist hier für einen Modus auszusprechen, den die Nintendo Switch-Version im Gepäck hat. In diesem Modus übernimmt ein Spieler Joy-Vot, eine riesige Banane, die Laser verschießt. Hier ist es die Aufgabe dieses Spielers, seinen Mitspielern das Leben möglichst schwer zu machen – und das mittels Bewegungssteuerung. Das alles macht unglaublich viel Laune und ist dank der verschiedenen Modi auch sehr abwechslungsreich.
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    Zarvot enthält auch einen Einzelspieler-Arcade-Modus, in dem es um Highscores und Platzierungen geht. Der Arcade-Modus ist sehr herausfordernd, da er eure Überlebensfähigkeiten testet, indem ihr euch fünf Wellen zunehmend stärkerer Gegner stellen müsst. Es gibt neun verschiedene Levels in diesem Modus, die freigeschaltet werden können, indem ihr im Story-Modus weiter voranschreitet und entsprechende Token aufsammelt, die in den Levels verstreut sind. Man muss sagen, dass die Verbindung aller drei Modi wirklich gut gelungen ist. Man erhält echte Belohnungen dafür, dass man die Hauptgeschichte abschließt und motiviert den Spieler so auf natürliche Weise, sich mehr mit dem Spiel zu beschäftigen. Kurz gesagt bieten Story-, Arcade- und Multiplayer-Modus zusammen ein umfassendes Spielerlebnis, das Zarvot genügend Tiefe und Vielfalt für viele Spielstunden verleiht.
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    Atmosphäre und Präsentation des Spiels sind sehr gut umgesetzt. Die große Auswahl an Musik ist in jeder Situation fantastisch, ob mit melancholischen Melodien wenn es regnet oder mit stimmungsvoller Musik in den actionreicheren Momenten. Das Leveldesign fühlt sich nie so an, als würde man nur Ideen vorheriger Level wiederverwerten. So findet ihr euch in den verschiedensten Umgebungen wie einem Park, einem Tiefkühlschrank und anderen verrückten Orten wieder. Wie schon erwähnt, weiß das Spiel auch optisch zu überzeugen. Die realistischen Objekte vermischen sich perfekt mit den bunten Umgebungen und sehen dabei wirklich hübsch und real auf der Nintendo Switch aus. Doch am allerbesten ist der Einfallsreichtum, mit dem man dem Spieler jederzeit in Vorfreude darüber versetzt, was sich hinter der nächsten Ecke verbergen könnte. Glaubt mir, in Zarvot ist wirklich alles möglich – sowohl spielerisch als auch optisch. Auch der Humor im Spiel ist erstklassig und es gab viele Momente, in denen ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Das Hin und Her zwischen Charcoal und Mustard ist stets unterhaltsam und sollte für jede Altersklasse den richtigen Nerv treffen können. Negativ aufgefallen sind lediglich die gelegentlichen Framerate-Einbrüche, wenn es mal zu hektisch auf dem Bildschirm wurde. Zudem wäre es schön gewesen, wenn man in der dreidimensionalen Welt von Zarvot die Möglichkeit gehabt hätte, für einen besseren Überblick die Kamera schwenken zu können.
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    Fazit:
    Zarvot ist eine großartige Kombination aus süchtig machendem Gameplay, wunderschöner Optik und hektischer Action und macht wirklich unglaublich viel Spaß. Ich war nach den ersten Minuten so überrascht, wie sehr mich die interessanten Charaktere Charcoal, Mustard und Red in ihren Bann gezogen haben und dass das Spiel nie aufgehört hat, mich mit immer neuen Ideen zu überraschen. Wer kämpft in Videospielen schon gegen wildgewordene Bananen als Bossgegner oder steuert "skateboardende" Würfel? Die wenigen Probleme, die ich mit dem Spiel hatte, fallen damit nur minimal ins Gewicht, denn vom verspielten Story-Modus bis zum herausfordernden und kompetitiven Multiplayer-Modus weiß das Spiel einfach durchweg zu überzeugen. Es ist fast schon tragisch, dass solche Spiele bei der schieren Masse im Nintendo eShop untergehen und aufgrund dessen Gefahr laufen, unentdeckt zu bleiben.

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    Über den Autor

    StressPustel
    Als Spieler von verschiedenen Spielen auf verschiedenen Plattformen, macht es Spaß zu sehen, wie sich die Spiele entwickeln.
    Gaming ist meine Leidenschaft.

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